Zehn Tipps für die Wahl des richtigen Mentors

Braucht man einen Mentor?

Zehn Tipps für die Wahl des richtigen Mentors

Ein Artikel von Adam Jowett

Trading ist auf der einen Seite fantastisch, auf der anderen Seite aber der wohl härteste Job, den ich je hatte. Letzteres erwartet im Vorfeld keiner.

Diese Erfahrung kommt so überraschend, dass man sich kaum darauf vorbereiten kann. Die einzige und beste Möglichkeit, diese mentale Folter tatsächlich zu überleben, besteht darin, einen Experten an seiner Seite zu haben.

Wenn Sie nicht gerade zu den wenigen Glücklichen gehören, die bei einer Eigenhandelsfirma, einer Bank oder einem Vermögensverwalter arbeiten, kann es schwer werden, einen guten Mentor zu finden.

Natürlich können Sie direkt den Erstbesten nehmen. Wenn Sie jedoch den Falschen erwischen, kann sich das negativer auf Ihre Performance auswirken, als Sie denken.

Beachten Sie deshalb folgende zehn Hinweise aus meiner  persönlichen Erfahrung:

  1. Ehrlichkeit vor Nettigkeit. Wer nett ist, kommt im Trading nicht weiter. Sie benötigen einen Mentor, der Ihr größter Kritiker ist. Natürlich kann er nett sein und Sie können auch mal ein Bier mit ihm trinken, aber ersollte sich nicht scheuen, Ihre Gefühle zu verletzen, wenn es um Kritik an ihrem Handel geht.
  2. Die Geschichte Ihres Mentors sollte realistisch sein. Wer Trading als einfach hinstellt, lügt. Gute Trader haben Kriegsgeschichten. Finden Sie also einen Mentor, den der Markt schon mal in die Knie gezwungen hat und der seine Narben mit Stolz trägt.
  3. Nehmen Sie keinen System Trader. Ein guter Mentor sollte ihnen nicht irgendeine Strategie aufdrängen, sondern Ihnen dabei helfen, einen eigenen Trading-Stil zu entwickeln. Alle anderen sind Verkäufer. 
  4. Die Aussagen eines guten Mentors sind klar, ehrlich und auf den Punkt. Es gibt schon genug Verwirrung und Zweideutigkeit am Markt, dass Sie nicht noch jemanden brauchen, der Ihnen Kopfzerbrechen bereitet.
  5. Finden Sie einen Mentor, der ungemütlich sein kann. Der Sinn seiner Arbeit ist es, Sie auch zu Dingen zu bewegen, die Sie alleine nie gewagt hätten. Dabei ist der Mentor derjenige, der Sie genau beobachtet, Sie ständig abfragt und im Grunde eine Nervensäge ist.
  6. Ein guter Mentor muss keine Yacht besitzen. Ich kenne einige fantastische Trader, die aber schreckliche Mentoren wären, da sie keinerlei Kommunikationsgeschick besitzen, ihre Methoden zu speziell oder sie einfach zu verdammt nett sind.
  7. Finden Sie jemanden, der in Ihrer Trading-Zeitzone lebt. Es gibt nichts Besseres als Direktes Feedback, wenn es darauf ankommt.
  8. Alles hat seinen Preis. Ein guter Mentor wird seine Dienstleistungen nicht kostenlos auf den Markt werfen. Für etwas zu zahlen, erhöht nicht nur die Anforderung an sich selbst, sondern steigert auch die Verantwortung des Mentors.
  9. Ein guter Mentor zeigt Ihnen, was es heißt, ein Trader zu sein. Er sollte Ihnen Forex Trading lernen beibringen, sodass Sie jeden Markt auf jedem Zeithorizont handeln können. Nur dann sind Sie ein richtiger Trader.
  10. Wenn Sie sich am Ende nicht zwischen mehreren Mentoren entscheiden können, wählen Sie den Älteren (von den Alten lernen). Einige Lektionen lernt man nur mit zunehmender Trading-Erfahrung und eher durch Lebenserfahrung als vom Markt.

Es ist nicht einfach, den richtigen Mentor zu finden. Ich selbst habe zehn Jahre lang ohne einen Coach gehandelt. Das war einer meiner größter Fehler. Mit einem Mentor hätte ich es wohl in der Hälfte der Zeit zum Erfolg geschafft. Vernetzen Sie sich auch mit anderen Tradern. Nur durch den persönlichen Austausch werden Sie ein Gefühl dafür bekommen, wer zu Ihnen passt  und wer nicht.

Adam Jowett ist seit 18 Jahren an den Märkten aktiv und arbeitet in Vollzeit als Devisenhändler von seinem Zuhause in Brisbane-Australien aus.

 

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