ESMA Regeln

ESMA – Es geht trotzdem weiter

Die Unruhe in der Trading-Welt war mit Veröffentlichung der neuen ESMA-Regelungen groß. Der maximale Hebel darf nun nur noch 1:30 betragen.
Alle Broker haben ihren Hebel entsprechend den neuen ESMA-Regelungen angepasst.

ESMA nur für private Händler!

Wer die Forex Grundlagen kennt, weiß das bei den Brokern die Möglichkeit besteht sich als professionelle Trader einstufen zu lassen.

Die ESMA-Regelungen betreffen nämlich nur private Trader. Professionelle Händler können nach wie vor höhere Hebel (1:200) beanspruchen. Das geschieht indem man beim Broker einen entsprechenden Antrag stellt.

Dies verführt viele private Trader dazu, dass diese beim Broker falsche Angaben machen, um weiterhin mit einem größeren Hebel als 1:30 handeln zu können.

Die Broker wollen inzwischen jedoch entsprechende Nachweise sehen und machen es den privaten Tradern nicht mehr so leicht.

Braucht man einen großen Hebel!

An dieser Stelle muss man sich die Frage stellen, braucht man einen Hebel von 1:200?

Machen wir ein Rechenbeispiel:

Mit dem neuen Hebel von 1:30 brauche ich für ein Lot im EUR/USD ein Margin (Sicherheitsleistung) von zirka 3300 €.
Die Rechnung sieht so aus:

Ein Lot sind 100.000 US-Dollar. Teilen wir diese durch 30 (Hebel 1:30), dann brauchen wir eine Margin von 3333 €.

Mit einem Hebel von 1:200 brauchen wir lediglich 500 € Margin auf dem Konto (100000 / 200 = 500 € Margin).

Mit einem Lot bewegt sich eine Position pro PIP ca. 10 $. Das würde bedeuten, dass unsere Margin von 500 € bereits bei einer Bewegung von 50 Pips aufgebraucht wären.

Das Währungspaar EUR/USD bewegt sich ca. 80 PIPs am Tag. Gut die Hälfte einer Tagesbewegung würde reichen um die Marge von 500 € aufzubrauchen.

Wenn wir mit einem Hebel von 1:30, ein Lot handeln, dann brauchen wir mindestens ca. 3300 Euro auf dem Konto um Schwankungen im Währungspaar auszugleichen.

Wer ist ein Zocker!

Wenn einem Trader der Hebel von 1:30 nicht reicht, dann sollte man davon ausgehen, dass dieser mit weniger als 500 € auf seinem Konto handeln möchte. In einem solchen Fall hätte er mit dem Hebel von 1:30 ein Problem. Wer das macht ist ein Zocker.

Es ist leider immer wieder zu sehen, dass die Trader ein zu hohes Risiko eingehen. Diese Händler leben immer mit der Hoffnung, das Glück auf ihrer Seite zu haben.
Forex Trading lernen erfordert viel Disziplin. Den Hebel / Margin Faktor darf man nicht vernachlässigen.

Nicht jeder der sich einen großen Hebel wünscht, muss ein riskanter Zocker sein.

Sicherlich gibt es Ausnahmen bei denen ein hoher Hebel berechtigt ist.
Dies kann zum Beispiel beim Scalpen, wo mit engen Stopp Loss Absicherungen gehandelt wird, sein.

Eine Vielzahl von Händlern nutzt den Hebel leider dazu um ein zu hohes Risiko einzugehen. Dies ist Letztendlich nichts anderes als Zocken = Geld vernichten. Die Forex Grundlagen sollte man kennen und danach handeln.

Das positive an den ESMA Regelungen ist, dass der Trader vor zu hohen Risiken geschützt wird.

Ausführliche Informationen zur ESMA Regelung